Die universellste aller Sprachen: Die Kultur

Elisabeth und Stefanie Januschko mit dem kulturellen Förderpreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft ausgezeichnet
Bei der diesjährigen Verleihung der kulturellen Förderpreise der Sudetendeutschen Landsmannschaft im rundum sanierten und neu eröffneten Adalbert-Stifter-Saal im Sudetendeutschen Haus in München wurden junge Menschen ausgezeichnet, die sich um die sudetendeutsche Kultur verdient gemacht haben. In seiner Rede betonte Volksgruppensprecher Bernd Posselt, dass es eben die Kultur ist, die Menschen verbindet und eint. Dies gelte insbesondere für Böhmen und Mähren, wo die gemeinsame Sprache der dort lebenden Menschen eben die Kultur war, unabhängig von der gesprochenen Muttersprache. Da ihm dies sehr am Herzen liege, die Kultur sich auch in einem stetigen kreativen Wandel befinde und von jungen Leuten stetig fortentwickelt werde, gerade deswegen sei die Verleihung der kulturellen Förderpreise seine liebste Veranstaltung im gesamten Jahr.
In insgesamt sechs Kategorien wurden durch eine Fachjury die Gewinner für das Jahr 2020 auserwählt. Neben Musik, Wissenschaft, Literatur, Publizistik, Volkstumspflege eben auch in darstellender Kultur. In letzterer Kategorie wurden die beiden Mitgliederinnen der SdJ, die Zwillingsschwestern Elisabeth und Stefanie Januschko, ausgezeichnet. Es handelt sich bei den beiden 22-Jährigen um Multitalente in Musik, Tanz und ehrenamtlichen Engagement. Schon im Kleinkinderalter waren beide begeisterte Mitglieder bei der Böhmerwaldjugend und den böhmerwäldler Spielscharen in München und Ellwangen. Dass die Musik sie nicht loslassen kann, das wurde schnell klar. Während Elisabeth eher den Zupfinstumenten zugeneigt ist, sind es bei Stefanie Blasinstrumente und das Akkordeon, welche sie in ihren Bann gezogen haben. Des Weiteren wird Stefanie ihr umfangreiches Hobby auch in den Beruf überführen, sie studiert derzeit Musik an der Hochschule in Frankfurt am Main. Zusätzlich zum ganzen Engagement in Musik, Gesang und Tanz sind beide auch quasi in der administrativen und repräsentativen Arbeit der SdJ an leitenden Stellen beteiligt. Elisabeth fungiert als Bundesvorsitzende der Böhmerwaldjugend, Stefanie ist stellvertretende Bundesvorsitzende der SdJ – Jugend für Mitteleuropa e.V.
Wir als SdJ – Jugend für Mitteleuropa e.V. gratulieren unseren beiden Freundinnen recht herzlich zu dieser extrem verdienten und schon sehr lange überfälligen Auszeichnung! Es erfüllt uns mit riesiger Freude, dass diese beiden ihre unvergleichliche Arbeit in unserem Verband ausüben und uns allseits durch ihr Talent, ihr offenes Wesen und ihre Leidenschaft zur Seite stehen. Die SdJ versucht ja stets trotz der 70 Lenze, die sie inzwischen zählt, jung, attraktiv, weltoffen und kreativ zu bleiben. Dass uns das immer noch gelingt, dafür sind die Januschko-Zwillinge Elisabeth und Steffi das beste und offensichtlichste Beispiel (hinter dem sich die alten, faltigen, stoppeligen und vom Wohlstand rundlich-feisten Gesichter von Polierer, Baier und Hierhager in der Öffentlichkeit tunlichst verstecken sollten!).
Peter Polierer, Foto: Egon Lippert